Manchmal scheint es fast wie Schicksal – noch vor wenigen Wochen dachten wir uns: “Einen coolen 60er Jahre Mustang, müsste wir eigentlich auch irgendwie mal auf die Seite bringen”. Kaum gesagt, verfolgte uns das US Pony fast täglich – auf den sommerlichen Straßen Berlins, den Covern diverser Automobil – Magazine oder aber den Erzählungen von Freunden und Kollegen. Einer dieser Geschichten werden wir uns in den nächsten Wochen ein wenig intensiver widmen, denn der Kauf, Import & die Restauration eines waschechten US Pony ist nun einmal etwas wahrlich einzigartiges. Einen Mustang mieten in Berlin wäre natürlich eine Möglichkeit sich ein solches Fahrzeug mal näher anzusehen. Hier soll es aber um Besitz gehen. Wie kommt man also zu einem 68er Ford Mustang Fastback? Wo sucht man und was kommt bei einer Restauration auf einen zu? Fragen, die uns der stolze Besitzer selbst versuchen möchte zu beantworten.
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Der Ford Mustang, ein Traum von einem US Car, ein echtes Pony-Car sollte es sein aus dem Jahr 1967 oder 1968. Der Wunsch einen echten Mustang zu besitzen wie er in Filmen “Bullit” von Steve McQueen oder “Gone in 60 seconds” mit Nicolas Cage vorkommt. Der Mustang aus diesen beiden Jahren gehört zur zweiten Baureihe und wurde als Coupé Cabrio und als Fastback gefertigt. Der Mustang war in den USA von Beginn an ein voller Erfolg und gehört bis heute zu den beliebtestes Fahrzeugen schlechthin.
Anstatt in Aktien oder andere Bankprodukte zu investieren habe ich mich entschlossen in einen Oldtimer zu investieren, Die Wertanlage steigt und zudem ist ein gewisser Spassfaktor vorhanden, der bei klassischen Bankprodukten lediglich darin besteht zuzuschauen wie der Wert des Depots sinkt. Also ein Mustang Fastback aus dem Jahr 1968 oder 1967 muss her.
Als Basis der Recherche um ein Gefühl für Preise zu bekommen habe ich mir ein Account auf Collector Car Price Tracker zugelegt. Zu sehen sind hier alle erfolgreich abgeschlossenen Transaktionen jeder beliebigen Marke der letzten Jahre. Also eine wahre Fundgrube um ein Gefühl für Preise und Zustand der Fahrzeuge zu bekommen. Für den Preis von USD 25.000 gab es jede Menge schicke Mustangs, die über den Tisch gegangen sind. Auch den aktuellen Bestand an Fahrzeugen auf eBay habe ich während Wochen verfolgt: Ford Mustangs 1967 & 1968 auf eBay USA.
Auffallend sind in den USA verbaute Mustangs, die mehr Ärger bringen als eine gute Basis für eine saubere Restaurierung in Deutschland darstellen. Folgende Punkte waren mir wichtig bei der Recherche :
Als Resultat gab es 2 unterschiedliche herangehensweise: Entweder entscheide ich mich für ein Fahrzeug welches Top restauriert ist, in gutem Zustand das nach Verschiffen und Transport nach Deutschland nur leicht überholt werden muss oder ein echtes Projekt bei dem die Basis in Ordnung ist und dann eine komplette Restaurierung in Deutschland durchgeführt wird. Nachdem ich auf einen echten Scheunenfund gestossen bin habe ich mich für die zweite vorgehensweise entschieden.
Der Mustang Fastback stand in der Scheune, ist total verrostet und in einem jämmerlichen Zustand. Trotzdem habe ich ein paar positive Punkte gefunden an dem Fahrzeug :
Da es sich um einen GTA390 handelte konnte ich nicht wiederstehen bei der Auktion mitzubieten. 390CUI, das sind 6,4 Liter und das noch als seltene GT-Ausstattung. Bei dem Gebot von USD 11.000,- war der Achtzylinder meiner.
6 Wochen später lieferte die Spedition den Wagen in Berlin ab und die Restaurierung konnte beginnen. Der Mustang war in einem Zustand wie erwartet. Total durchgerostete Bodenbleche, durchgerostete Quer- und Längsträger. Dafür war der Motor aber in erstaunlich gutem Zustand und die Bleche die von den Rädern nach oben hin waren in akzeptablem Zustand.
Der Restaurator meines Vertrauens konnte nun mit der Arbeit beginnen, Bleche aussägen und ausschweissen, allen Müll raus, Inneneinrichtung rausreissen. Alle nötigen Bleche wurden in den USA bestellt, erstaunlich für den Mustang gibt es wirklich jedes einzelne Blech und jedes Bauteil noch zu kaufen. In wochenlanger Arbeit wurden Bleche angepasst, geschweisst bis der Boden wieder komplett war. der Gesamte Vorbau wurde ersetzt durch ein neues Bauteil, der rechte Kotflügel wurde ersetzt sowie alle Torkboxen. Der Wagen wurde komplett zerlegt und das Stück Blech dann dem Lackierer übergeben.
6 Wochen lang hat der Lackierer an dem Wagen geschliffen bis auf das Metall und dann Schicht für Schicht gespachtelt und lackiert. Bei der Farbe war klar, es muss bei einem historischen Fahrzeug natürlich die Originalfarbe sein. In diesem Fall das Acapulco Blue, ein Metallic-Lack. Das Blau leuchtet wie ein Ferrari – nur halt in blau.
[Text: Caracho.tv & Leser C.]
[Fotos: Leser C.]
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