Berlin Classic 2010 – den Kinderschuhen entwachsen

Berlin Classic 2010 – den Kinderschuhen entwachsen

3. Berlin Classic – 19.06.2010

Frei nach dem Motto, mittendrin, statt nur dabei hat sich Caracho.tv für Euch einmal mehr den Gefahren einer echten Straßenrallye ausgesetzt und gestern die Berlin Classic 2010 begleitet.
Von den Veranstaltern Martin Ruffert und Thomas Nowack geplant als echte Oldtimer-Rallye mit Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsprüfungen aber auch einer Menge Spiel, Spaß und Vergnügen, mischte sich am frühen Samstag Vormittag ein witziger Kreis aus Oldtimer Enthusiasten, Sammlern, Youngtimer Fans, Einteigern und Szenze-Promis wie Heidi Hetzer auf der Terrasse der Capitol Yard Golf Lounge um die 3. Berlin Classic zu bestreiten.

09.15 Uhr Fahrerbesprechung – die klare Ansage: Ab diesem Jahr stehen nicht mehr die “Nebenprüfungen” wie Crocket oder Boules im Bewertungsfokus sondern die vielen relativ komplexen Zeit und Wertungsprüfungen. Eigens dafür habe man sich in diesem Jahr schließlich auch Unterstützung durch den vierfachen Rallyemeister und Paris Dakar Teilnehmer Peter Göbel an Bord geholt. Inhalt dieser Wertungsprüfungen, präzises Zeitdurchfahren, soll heißen, fahre von A nach B in präzise X Sekunden. Klingt zunächst erst einmal einfach, doch wenn die Gesamtprüfung aus drei fließend ineinander übergehenden Teilabschnitten besteht wird das Ganze schon ein wenig anspruchsvoller – ohne einen echten Rallye Timer eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Derart eingeschworen und bewaffnet mit Bordkarte, Roadbook und einer klaren Soll-Zeitvorgabe bis zum nächsten Etappenziel ging es also voll Caracho los.

Gestartet wurde wie üblich nach Baujahr in den Kategorien Wondertimer, Oldtimer und Youngtimer, mit Fahrzeugen bis Baujahr 1979. Doch auch bei der Berlin Classic 2010 bestätigt die Ausnahme die Regel, so dass es uns gegönnt war auch am Auspuff eines wunderbaren Lancia Delta HF Integrale zu schnuppern. Sieben ausgewählte Etappen führten uns und das Fahrerfeld der Berlin Classic 2010 von dem nhow Hotel über die O2 World, den Alex und die Friedrichstraße hin zur Spandauer Zitadelle und von da dann über wunderschöne Landstraßen zum Speedway Wolfslake, die Kremmener Seelodge und über Schloss Ziethen, Frohnau, Opel Hetzer in Charlottenburg und das Olympiastadion ans Ziel der Berlin Classic – das Loretta am Wannsee.

Gefahren wurde über Stock und Stein, Land- und Schnellstraßen, Fahrrad- und Schotterwege und ab und an auch einmal durch ein Wohngebiet, in dem man sich auch ganz gerne mal verfahren konnte. Unser absolutes Highlight, der Streckenabschnitt zwei, raus aus Berlin und über Kallin nach Kremmen …. befreit vom Stadtverkehr räumten wir das Fahrerfeld von hinten auf und hefteten uns an die Fersen des Teams mit der Startnummer 3, das mit einem Austin Seven Ulster Cabrio aus dem Jahr 1931 unterwegs war. Ein Auto das nicht nur nach Spaß aussieht, sondern auch dementsprechend klingt und von Fahrer “Kasi” auch dementsprechend bewegt wurde. Was genau das bedeutet schaut Ihr Euch besser direkt selbst an, denn auf dem Speedway Wolfslake hatte mit Sicherheit keiner so viel Spaß wie unsere Jungs im Austin.

Auf der Überholspur kachelten wir danach direkt weiter, vorbei an Porsche 356 Pre A Cabrio, Jaguar XK 140 einem unglaublich schönen Aston Martin MK III Coupé, dem einen oder anderen Ford Mustang, Mercedes SL und VW, über blutorange Ampeln und mit nur einem Gurt als Haltepunkt bei offener Tür und voller Fahrt.

Unser Fazit: Die Berlin Classic ist eine witzige aber auch anspruchsvolle Veranstaltung, gut organisiert, die vor allem von ihrem gut durchmischten Fahrerfeld profitiert. Die 3. Berlin Classic ist definitiv den Kinderschuhen entwachsen und wird uns hoffentlich noch viele Jahre begleiten. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr Berlin Classic 2011.

[Bilder & Text: Caracho.tv]

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